05.05.2021

Tierfreie Landwirtschaft?

Die landwirtschaftlichen Tiere verschwinden aus unserem Blickfeld und dem Bewusstsein. Nur wenige sind noch auf Wiesen und Weiden zu finden. Oft nur noch in großen Ställen gehalten, entsteht das Bild einer tierfreien Landwirtschaft. Dabei brauchen wir die Tiere!

Die Kuh ist dafür ein wunderbares Beispiel: durch ihre Beweidung wird das Gras kurzgehalten, aber sehr schonend gestutzt. Der Dünger der Kuh, auf der Weide als Kuhfladen zurückgelassen, ernährt viele Insekten und steigert das Bodenleben. Stehen die Tiere zeitweise im Stall, kann gemeinsam mit Stroh einer der besten Dünger entstehen. Und wie belebend wirkt eine Kuhherde in einer Landschaft!

Die positiven Eigenschaften einer Beweidung kommen immer dann voll zum Tragen, wenn die Anzahl der Tiere passend für die zu beweidenden Flächen ausgelegt ist. Wird eine flächengebundene Tierhaltung (d.h. man hält nur so viele Tiere, wie man von seinen eigenen Flächen ernähren kann) richtig praktiziert, gibt es ein Gleichgewicht zwischen der Menge an Dünger, die die Tiere produzieren und der Menge die man braucht um seine Flächen bedarfsgerecht zu düngen.

In der Landwirtschaft sind die Tiere wichtige Mitgestalter der Hofprozesse. Eine Landwirtschaft funktioniert daher meist nur mit Tieren richtig gut. Doch dafür braucht es Tiere, die nicht einseitig auf Hochleistung gezüchtet sind. Bei den Kühen z.B. solche die mit dem wenig energie-, aber rohfaserreichen Strukturfutter in Form von Gras, Silage, Heu und Ackerfutter gut zurechtkommen. Tiere die gesund und langlebig sind. Deswegen fördern wir und unsere Partner durch den Tierzuchtfonds zwei Projekte zur Zucht von „Öko-Rindern“. Unterstützen Sie mit uns eine artgerechte und nachhaltige Tierzüchtung!

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